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Tipp 54: Aus der Ecke kehrt im Kruppeherein

Tipp Nr. 54

Aus der Ecke kehrt im Kruppeherein

In Tipp Nr. 41 habe ich das Kruppeherein durch die Ecke beschrieben. Wenn Du das in einem gleichmäßigen Takt und Tempo reiten kannst, kannst Du zu der Übung „Aus der Ecke kehrt im Kruppeherein“ übergehen. Zur eigenen Orientierung legst Du diese Übung erstmal sehr groß an, also wirklich bis zur Mittellinie hinaus reiten. Hierbei bleibt die Vorhand auf der normalen Linie von „Aus der Ecke kehrt“ und die Hinterhand ist leicht nach innen versetzt. Aber auch hier bitte genau darauf achten, dass die Vorhand immer der Hinterhand voraus geht.

Hierfür führen Deine beiden Hände die Vorhand nach links (wenn wir wieder das Beispiel linke Hand nehmen). Im Vergleich zum Kruppeherein an der langen Seite (Tipp 12), wo die Hände tendenziell etwas nach außen geführt sind, ist es bei der Wendung wichtig, dass die Hände (immer beide zusammen) jetzt in Bewegungsrichtung gehen. So kommt der äußere Zügel etwas mehr an die Halsaußenseite und führt damit das äußere (rechte) Vorderbein nach links, vor allem, wenn es von der Bande weg geht. Deine beiden Schenkel rahmen weiterhin die Hinterhand gut ein, wobei der äußere rechte Schenkel etwas nach hinten versetzt liegt.

Die wichtigste Hilfe ist jedoch Dein Sitz. Du musst wirklich fühlen, dass Du die ganze Zeit links, also in Bewegungsrichtung, sitzen bleibst und Dich nicht von Deinem Pferd nach rechts setzen lässt. Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, ob Du links sitzt, kannst Du das gut an Deinem inneren (linken) Schenkel überprüfen. Wenn der nämlich vom Pferd wegsteht und nicht mehr ans Pferd dran kommt, sitzt Du garantiert rechts. Dann musst Du wieder versuchen, den linken Steigbügel ein wenig auszutreten, Deinen linken Gesäßknochen aufzuspüren und den linken Schenkel wieder ans Pferd zu nehmen. Der ist ja für die Linksbiegung zuständig.

Diese Übung endet in einer kleinen Traversale (in Linksbiegung), wobei die Vorhand vor der Hinterhand an der Bande ankommt. Vergiss nicht, auch den letzten Schritt noch zu reiten, um Dein Pferd wieder gerade zu richten. Das heißt, die Vorhand erreicht die Bande in Linksstellung und die Hinterhand muss den letzten Schritt bis zum Hufschlag noch machen, erst dann richtest Du Dein Pferd wieder gerade. Dafür holst Du Dir beim letzten Schritt das rechte Hinterbein heran, womit Du Dein Pferd gleichzeitig gerade richtest.

Der häufigste Fehler, der passiert, ist dass die Hinterhand in der Wendung überholt und Du dann die kleine Traversale mit der Hinterhand voraus reitest. Achte also darauf, dass Du die Vorhand gut mit Deinen beiden Händen in die Bewegungsrichtung führst.

Manchmal geht die Vorhand auch zu schnell zur Band, dann ist Dein Pferd nicht mehr gebogen, sondern geht gerade auf die Bande zu. Da hilft es, wenn Du Dir vorstellst, dass Dein Pferd immer parallel zur langen Seite seitwärts gehen soll.

Lass Dir für alles viel Zeit und erzwinge nichts. Je besser die Übung klappt, desto kleiner kann die Wendung werden, bis Du daraus eine Kurzkehrtwendung machen kannst, also eine halbe Hinterhandwendung im Kruppeherein. Die kannst Du dann mit der Zeit auch an jeder Stelle der Bahn machen, nicht nur in den Ecken.

Viel Spaß!

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