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Tipp 52: Gerte und Sporen

Tipp Nr. 52

Gerte und Sporen

Die Gerte ist ein sehr feines Instrument, genau wie Sporen. Aber jedes Instrument ist eben nur genauso fein wie derjenige, der es einsetzt. Für mich sind Gerte und Sporen dazu da, die Pferde feiner zu machen. Deswegen habe ich sie meistens beim Reiten dabei. Nicht, um sie dauerhaft einzusetzen, sondern um sie dazuhaben, wenn ich sie brauche, als feine Verstärkung oder als punktuelle Botschaft, damit sich mein Pferd seinen Körper besser bewusst machen kann.

Dafür ist es absolut notwendig, dass Du ein Gefühl für diese Instrumente hast oder Dich zumindest immer wieder bemühst, Dir dieses Gefühl anzueignen. Du kannst eine Gerte in so unendlich vielen Nuancen einsetzen und an so vielen verschiedenen Stellen am Pferd anlegen, dass es sehr wichtig ist, durch die Gerte zu fühlen. Das gleiche gilt für die Sporen. Wenn Du nicht fühlen kannst, wann Du Dein Pferd mit den Sporen berührst, solltest Du sie lieber weglassen. Sporen sind noch ein bisschen schwieriger zu erfühlen als die Gerte, da unsere Fersen nicht so sensibel sind wie unsere Hände.

Um so wichtiger ist es, mit diesen Instrumenten zu experimentieren. Aber bitte nicht am Pferd! Nimm Dir dazu einen Stallkollegen und einen Gegenstand, einen Stuhl oder Türrahmen oder was auch immer. Stell Dich mit dem Rücken dazu und halte die Gerte nach hinten, so als ob Du Dein Pferd an der Hinterhand touchieren willst. Dann versuchst Du zu erfühlen, wann Du den Stuhl (oder Stallkollegen) mit der Gerte berührst und vor allem auf welcher Höhe. Dein Stallkollege kann Dir dann sagen, wo und wann Du tatsächlich berührt hast. Das ist manchmal sehr aufschlussreich.

Für das Trockentraining mit den Sporen kannst Du Dich auf den Stuhl setzen und mit den Sporen die Stuhlbeine berühren. Entweder der Stallkollege hilft auch dabei, oder vielleicht hast Du ja ein bisschen Knetmasse, die Du an die Stuhlbeine klebst, dann kannst Du die Abdrücke sehen und versuchen mit den Sporen an Deinen Füßen kleine Muster hinein zu machen. Sei kreativ. Immer geht es darum, besser fühlen zu lernen. Ein Gespür für den eigenen Körper und den Deines Pferdes zu bekommen. Trainiere Dein Körperbewusstsein, Dein Gefühl und Deine Finger- und Fersenfertigkeiten.

Viel Spaß!

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