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Tipp 33: Probleme angehen

Tipp Nr. 33

Probleme angehen

Manchmal weiß Du nicht so richtig, was Du heute mit dem Pferd üben soll. Du nimmst Dir vielleicht sogar etwas vor, aber es will nicht so richtig gelingen. Oder Du bist unkreativ und reitest immer das gleiche Programm. All das bringt Dich aber nicht wirklich weiter.

Ich mache es immer so, dass ich versuche, nicht über Dinge hinwegzureiten. Vielleicht habe ich sogar einen genauen Plan für den Tag oder eine bestimmte Idee. Ich setze mich auf mein Pferd und reite los und merke aber sogleich, dass es irgendwo hakt. Dann werfe ich meinen Plan oder meine Idee erstmal über Bord und schaue mir ganz genau an, was mein Pferd mir mitteilen möchte, woran heute gearbeitet werden sollte. Das können Kleinigkeiten sein.

Zum Beispiel merkst Du, dass wenn Du an dem Tag die Zügel aufnimmst, Dein Pferd auf einer Seite nicht nachgibt. Dann sag nicht einfach, ach, heute ist er wieder steif auf dieser Seite, oder der macht sich halt immer da fest, sondern gehe das Problem gezielt an. Halte sofort an und versuche Dein Pferd zu dieser Seite vorsichtig zu biegen. Natürlich immer nur so viel wie das Pferd mitmacht, ohne Widerstand zu leisten. Taste Dich ganz vorsichtig heran. Probiere es so lange, bis Du merkst, dass es etwas besser wird.

Oder Du stellst beim Losgehen gleich fest, dass Dein Pferd nicht gerade angeht, sondern zu einer Seite auf die Schulter fällt. Reite nicht einfach darüber hinweg. Nimm es wahr, halte an und versuche es gleich noch einmal. Frag Dich dabei immer: Wie kann ich meinem Pferd helfen, gerade anzugehen?

Vielleicht bleibt Dein Pferd beim Aufsteigen nicht an der Aufstieghilfe ruhig stehen, sondern zappelt rum. Klar kannst Du sagen: Ach, das macht der immer, da springe ich einfach in einem passenden Moment schnell auf und dann geht es los. Der mag halt nicht still stehen. Nimm Dir die Zeit an dem Tag, genau das zu üben. Bis es klappt oder Du zumindest einen kleinen Erfolg hast. Meist dauert so etwas 10 Minuten und dann könnt Ihr es für den Rest Eurer gemeinsamen reiterlichen Laufbahn. 10 Minuten gut investierte Zeit, gegen tägliches Herumärgern beim Aufsteigen.

Das sind alles Kleinigkeiten. Nichts gravierendes, nichts gefährliches. Die Sache ist aber die, dass Du das Problem nicht angehst und Deinem Pferd gleich zu Anfang der Reiteinheit vermittelst, dass es Dir egal ist, was es macht. Warum soll es sich also bei anderen Dingen bemühen? Nimm die kleinen Probleme ernst und Du wirst auch die großen lösen! Leg Wert auf stillstehen. Leg Wert auf den ersten Schritt.

Zuhören und sich bemühen! Das gilt nicht nur für das Pferd, das gilt vor allem für den Reiter. Wenn Du Dir bei jeder Kleinigkeit Mühe gibst und Deinem Pferd zuhörst, wird auch Dein Pferd sich Mühe geben und Dir zuhören. Dann schätzt Ihr Euch gegenseitig wert.

Achte bei der nächsten Begegnung mit Deinem Pferd auf das erste Problem, das sich auftut und arbeite genau daran. Vielleicht ist es sogar etwas, was noch lange vor dem Aufsteigen passiert. Gehe über nichts hinweg. Schau hin. Dein Pferd möchte Dir etwas sagen.

Viel Spaß!

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