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Tipp 19: Schulterherein

Tipp Nr. 19

Schulterherein

Wenn Du das Konterschulterherein gut geübt hast und das mit leichten Hilfen gut klappt, kannst Du Dich an das Schulterherein heran wagen. Dein Pferd schaut diesmal mit dem Kopf in die Bahn rein anstatt zur Bande. Die Hilfen sind im Prinzip genau die gleichen wie beim Konterschulterherein auch.

Nehmen wir wieder das Beispiel auf der linken Hand. Du beginnst am Anfang einer langen Seite, diesmal mit leichter Innenstellung (links). Wenn Dein Pferd diese mit Leichtigkeit macht und am inneren Zügel nachgegeben hat, wendest Du Dich selber mit Deinen Schultern und Deinem Becken in die Bahn rein. Vorsicht, der Oberkörper darf nicht nach vorne kippen und Du darfst auch nicht in der Hüfte einknicken, sonst läuft Dein Pferd vom Hufschlag weg in die Bahn rein. Versuch es zunächst mit einer sehr geringen Abstellung. Deine Hände gehen ein wenig nach innen (links), so kommt der äußere rechte Zügel vermehrt an den äußeren gedehnten Pferdehals und führt so die äußere Schulter etwas von der Bande weg, nur ein paar Zentimeter. Nun nimmst Du als dritte Hilfe noch Deinen inneren Schenkel hinzu. Dieser gibt eine kleine treibende Hilfe, wenn das innere Hinterbein abfußt. Das veranlasst das Pferd mit eben diesem Hinterbein vermehrt unter den Schwerpunkt zu treten.

Verlange am Anfang nur ein paar wenige Schritte von Deinem Pferd und richte es wieder gerade, indem Du in umgekehrter Reihenfolge agierst, also das innere Bein nur noch als Begrenzung, Deinen Oberkörper wieder geradeaus wenden und zum Schuss erst das Genick wieder gerade stellen.

Sollte Dein Pferd doch mal in die Bahn hineinlaufen, überprüfe zuerst, ob Dein Oberkörper weit genug hinten ist und ob das innere Hinterbein noch auf dem Hufschlag ist. Das sind die beiden Hauptursachen, warum Dein Pferd den Hufschlag verlässt. Wenn es doch passiert, halt Dein Pferd mit einem leichten Beckenabkippen und einem minimalen Schließen der Ringfinger sofort an. Durch ein korrektes weiches Durchparieren bringst Du Dein Pferd wieder ein wenig auf die Hinterhand, die Vorhand wird leichter und lässt sich wieder in Bewegungsrichtung, in dem Fall also nach rechts, führen. Meistens ist das Pferd beim Verlassen des Hufschlags auch auf die linke Schulter gekommen und die Abstellung ist zu groß geworden, die Biegung ist verloren gegangen. Anhalten, beide Hände nach rechts und der linke Schenkel treibt vorsichtig nach rechts.

Der andere Fall, der passieren kann ist, dass Dein Pferd versucht, über die rechte Schulter davonzulaufen. Es ist also nach rechts gekippt. Der Grund dafür ist, dass Dein Pferd sich mit dem linken Hinterbein auf die rechte Schulter schiebt, weil es mit dem Hinterbein kein Gewicht übernehmen mag. Meistens ist der Hals dann zuviel gebogen. Probiere in dem Fall, die rechte Schulter vorsichtig mit dem rechten Zügel aufzufangen, in dem Du beide Hände ein wenig mehr nach links nimmst, (aber immer nur für einen kurzen Moment, dann wieder nachgeben) und Dein linker Schenkel aktiviert das linke Hinterbein zum untertreten. Denke mehr an ein gerades Pferd als an ein gebogenes.

Im ersten Beispiel hättest du ein Pferd, dessen linke Seite die steife Seite ist, im zweiten Beispiel hast Du ein links hohles Pferd.

Das gleiche natürlich auch wieder auf der rechten Hand probieren. Nicht vergessen, weniger ist mehr!

Viel Spaß!

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