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Tipp 16: Zirkel verkleinern / vergrößern

Tipp Nr. 16

Zirkel verkleinern / vergrößern

Eine wunderbare Übung, wie ich finde, ist, den Zirkel zu verkeinern und wieder zu vergrößern. Ich mache es immer folgendermaßen: Du reitest Dein Pferd auf einem schönen, großen, runden Zirkel und verkleinerst diesen dann schneckenhausförmig. Achte darauf, dass Du den Zirkel nur soweit verkleinerst, wie Dein Pferd in der Balance bleibt. Wenn der Zirkel zu klein wird, fängt Dein Pferd an zu schwanken, der Zirkel wird nicht mehr rund, Dein Pferd legt sich auf einen oder beide Zügel oder die Hinterhand weicht aus. Also – wie immer – ist weniger mehr. Taste Dich langsam heran. Du kannst den Zirkel innerhalb von einer oder einer halben Runde verkleinern.

Wenn der kleine Zirkel erreicht ist, reitest Du dort eine ganz Runde mit einer schönen Biegung, die Biegung ist jetzt stärker als auf dem großen Zirkel. Zum Vergrößern hältst Du nun genau diese stärkere Biegung bei und schickst Dein Pferd seitwärts, innerhalb einer viertel bis höchstens einer halben Runde wieder nach draußen auf den großen Zirkel.

Das machst Du recht einfach, indem Du Dein Gewicht ein bisschen nach außen verlagerst und die Hände (ein wenig!) mit nach außen führst. Deine innere Schulter bleibt dabei – so wie auf der kleinen Zirkellinie auch – ein wenig zurück. Dein innerer Schenkel kann, wenn das nötig ist, das innere Hinterbein für die Strecke des Vergrößerns taktmäßig ein bisschen unterstützen. Bitte nicht versuchen, das Pferd mit dem inneren Schenkel nach außen zu drücken. Wichtig ist, dass Dein Pferd in einem guten Vorwärtsschwung bleibt und Du es nicht aus Versehen mit den Zügeln oder einem blockierten Becken abbremst.

Aufpassen: Wenn Du die äußere große Zirkellinie erreicht hast (die Vorhand sollte da zuerst ankommen, vor der Hinterhand), nimmt der äußere Zügel und der äußere Schenkel das Pferd sozusagen in Empfang und hält es so auf der exakten Zirkellinie. Dein Pferd sollte nicht über die große Zirkellinie hinauskippen. Reite jeden Schritt ganz bewusst, achte auf Deinen Sitz, heb Deinen Blick, damit Du weißt, wo Du Dich im Raum aufhältst.

Versuche, Dein Pferd schön eingerahmt zu halten. Wenn es Dir nach außen kippt und zu schnell wird, nimmst Du beide Hände wieder ein wenig nach innen, wenn es zu sehr auf der inneren Schulter klebt, müssen die Hände ein wenig mehr nach außen. Korrigiere aber nicht zu viel, sonst taumelt Dir Dein Pferd evtl. von einer Schulter auf die andere. Wenn es noch nicht gleich gelingt, einfach nochmal probieren, bis Du ein gutes Gefühl für das Gleichgewicht Deines Pferdes in dieser Übung bekommst.

Diese Übung kann man natürlich auch sehr schön im Trab und im Galopp reiten.

Viel Spaß!

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